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"Wie ein Mädchen..."


„Wie ein Mädchen“ zu sein, ist – auch bei uns in Deutschland

– irgendwie ein „Makel“.

Glauben Sie nicht?


Neulich habe ich Folgendes erlebt:

Beim Spazierengehen lief eine junge Familie vor mir. Der ca. siebenjährige Sohn quengelte. Irgendwann kommentierte der Vater genervt sein Verhalten: „Kannst du mal damit aufhören, das nervt! Du zickst ja rum wie ein Mädchen.“


Der Junge verstummte sofort.


Wie ein "Mädchen"…

Warum wird "wie ein Mädchen" zu sein als etwas Schlechtes gesehen, wie eine Beleidigung?


Das, was scheinbar so harmlos wirkt, hat leider einen tieferen Effekt.


Das Unterbewusste wird programmiert.

„Wie ein Mädchen“ wird etwas Negatives.


Das erinnerte mich an einen Werbespot von „always“ in den USA, den ich vor einiger Zeit gesehen hatte und der diesen Umstand für eine Werbekampagne zum Thema machte.


Ich denke, wir sind einmal mehr eingeladen, bewusst mit unserer Sprache und unseren Äußerungen umzugehen und diese zu hinterfragen.


"Wie ein Mädchen" sollte etwas Positives, Stärkendes sein, etwas, womit sich junge Mädchen identifizieren können.


Das folgende Video ist zwar in Englisch und ohne Untertitel, die Bilder sind jedoch selbsterklärend.



el faro.png

Verein zur Hilfe und Unterstützung von Opfern sexuellen Missbrauchs & Gewalt, "El Faro", e.V.

Hamburg