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Leuchtturm

Ein Wort in eigener Sache:

Die „Psychosekte“ / Die „Seelenbrecher"?

Eines vorweg: „Wer wie wir als Selbstbetroffene Opferschutz betreibt, lebt mit dem Risiko, wieder selbst zum Opfer zu werden“, gerät er doch erneut in den Fokus der Täter durch den Schutzsuchenden.

 

So sind wir, die diesen, unseren Opferschutzverein, seit nunmehr fast 25 Jahren betreiben, selbst immer wieder Opfer dieser Täter geworden.

 

Opfer unserer uns missbrauchenden Eltern, Opfer unserer Familien, Opfer der uns bedrohenden Trittbrettfahrer, sowie der uns permanent bedrohenden Täterwelt durch unser Engagement für andere.

Dies ist die Grundvoraussetzung, um zu verstehen, warum wir die Welt mit unserer Präsenz polarisieren, warum wir permanent angegriffen und sogar vernichtet werden sollen, greifen wir doch, ohne es zu wollen, die „heilige Institution“ der Familie an.

 

Niemand will die unbequeme und zugleich schockierende Wahrheit, dass die eigenen Eltern ihre Kinder sexuell missbrauchen und ausbeuten, wahrhaben. Eine zutiefst zerstörende Wahrheit, die sich hinter den Kulissen einer nach außen hin scheinbar heilen Familienwelt abspielt.

 

Niemand möchte in Wirklichkeit dort hinschauen, woher wir, die Mitglieder des Vereins für Opfer sexuellen Missbrauchs und Gewalt, kommen. Schmerzt und verstört es doch zu sehr zu erkennen, was wir erlebten, im Kreise jener, die sich in unserer Kindheit und weit darüber hinaus an uns schadlos hielten.

Ja, wir „pflegten“, wie man uns nachsagt, eine inzestuöse Beziehung zu unseren eigenen Eltern. Ja, wir hatten ein sexuelles Verhältnis mit ihnen, oft sogar Kinder, die man abtrieb, da sie missgestaltet waren. Ja, wir waren die Geliebten des Dämonischen in Menschengestalt, wurden von diesen prostituiert und gingen fast daran zu Grunde.

 

Aber nein, wir waren doch noch hilflose Kinder, als dieser Irrsinn begann, die das alles nicht wollten. Dass sich dieses krankhafte, inzestuöse Verhältnis bis zu unserer Befreiung im Erwachsenenalter hinzog, löst in uns heute noch ein tiefes Gefühl von Ekel, unsäglicher Abscheu sowie einen unbändigen Hass auf das, was sie uns antaten, aus.

 

Dass uns unsere Vergewaltiger und Peiniger selbst nach unserer Befreiung noch nicht einmal zufriedenließen und uns weiterhin massiv verfolgten, steht außer Frage. Sind wir doch potentielle Gefährder ihrer gegen uns gelebten Perversionen und somit strafbaren Handlungen, wofür sie für viele, viele Jahre bei einer Verurteilung ins Gefängnis gehen würden. So machen sie das, was sie am besten können. Sie setzen ihre Opfer erneut unter Druck, verfolgen sie, bedrohen sie und wenn es geht, vergewaltigen, quälen und foltern sie diejenigen, die sich gegen sie stellen.

 

Das ist der Grund dafür, dass es diesen Opferschutzverein „El Faro“, was Leuchtturm bedeutet, weist er doch denen, die Hilfe suchen, den Weg, gibt - zum Schutz all derer, die sich in Sicherheit bringen konnten, um mit denen abzuschließen, die ihnen Furchtbarstes antaten und sie immer noch, aus bekannten Gründen heraus, verfolgen. Das Ziel dieser Verfolgung ist es, sie mundtot zu machen und wieder in den „Schoß“ der Familie zurückzuführen. Zu welchem Zweck auch immer, den Grund dafür wissen wir jetzt.

 

Deswegen gibt es uns, den Opferschutzverein „El Faro“, der ein Vierteljahrhundert um die Menschen kämpft, die es ohne uns wahrscheinlich nicht mehr gäbe. Wir sind allesamt Selbstbetroffene schwerster sexualisierter Gewalt, eines inzestuösen Verhältnisses zwischen Blutsverwandten, vornehmlich den eigenen Eltern. Menschen, die uns zu dem auch noch prostituierten, ausbeuteten, sich an uns finanziell bereicherten und ihre von ihren Peinigern wiederum aufgenommenen Abartigkeiten sexueller Natur auf uns, ihre von ihnen abhängigen Kinder, übertrugen.

 

Wir setzen uns von daher mit all unserer Kraft für all die ein, die ein ähnlich grausam unbarmherziges und unmenschliches Schicksal wie wir haben. Die wie wir in der Kindheit und Jugend von denen sexuell ausgebeutet, gefoltert, bis aufs Blut gequält und vergewaltigt wurden, die vorgaben, sie zu lieben, obwohl sie sie mit dieser, ihrer perversen Liebe zerstörten.

Wir kämpfen in Wirklichkeit nicht gegen die Täter, sondern für die Opfer. Wir greifen nicht die Aggressoren an, sondern verteidigen und stärken ihre Opfer. Wir helfen denen, die uns um unsere Hilfe ersuchen und schützen die, die des Schutzes bedürfen. Wir versuchen ihnen gemäß ihres Herzenswunsches, ein eigenes selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Dies ist leichter gesagt als getan. Viele gewaltbereite Trittbrettfahrer nutzen die Gelegenheit, sich erneut an denen zu vergehen, die von ihren Eltern hilflos gemacht wurden.

 

Daher schulen wir die Opfer, sich selbst verteidigen zu können. Geben ihnen wertvolle Tipps und Mittel an die Hand, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, so wie wir es von unseren, uns helfenden Vorbildern lernten. Jenen Menschen, die den härtesten aller harten Wege gingen, um wieder zu sich selbst zurückzukommen.

 

Solange es uns gibt, werden wir bedroht, verfolgt und unter Druck gesetzt. Ehemalige Weggefährten und Schutzsuchende wurden instrumentalisiert und gegen uns umgedreht. Wir schützen uns dagegen durch eine erhöhte Wachsamkeit, innere Abwehrbereitschaft und Schutzhunde, vornehmlich belgische Schäferhunde, die sich als ein sehr wirksames Abwehrmittel gegen die zeigen, die uns angreifen wollen.

 

Der Hauptschutz aber liegt in der Philosophie, das „Einer für alle und alle für einen“ einstehen, sodass man uns sehr schnell als Sekte ausmachen wollte. Wir aber sind keine Sekte, sondern eine Schutzgemeinschaft, die sich gegen die schützt, die sie permanent bedrohen.

 

Jene stets unsichtbar bleibende Gruppierung all derer, die sich gleichfalls zur Bekämpfung unserer getroffenen Schutzmaßnahmen zusammenschlossen. So entstanden zusätzlich die Opferschutzhäuser, die denen ein sicheres Zuhause geben, die auf der Flucht vor denen sind, die sie nach wie vor auf rücksichtsloseste und brutalste Weise verfolgen. 

 

Je mehr wir uns vor der permanenten Täterbedrohung zu schützen versuchten, desto mehr entstand der Eindruck, wir hätten etwas zu verbergen. Als wir daraufhin transparenter unsere Arbeit darstellten, warf man uns unter anderem vor, dass wir die Orte unser Schutzeinrichtungen, die allgemeinhin eher geheim bleiben sollen, preisgäben.

 

Wir wurden massivst von den Tätern und Leugnern des familiären sexuellen Missbrauchs angegangen. Unter anderem mit Schmutzkampagnen, die unsere Glaubwürdigkeit und Arbeit in Frage stellen sollten. Hierzu fand im Rahmen einer groß angelegten Pressekampagne eine klassische Täter-Opfer Umkehr statt, bei der die eigentlichen Verursacher des Leids ihrer Kinder sich als Opfer unserer angeblichen „Psychosekte“ darstellten.

 

Dies ist der Ausgangspunkt für eine erneute Hetzkampagne gegen unseren Verein. Vielleicht so könnte man mutmaßen, heißt unser Verein „El Faro“, weil er, wie viele Leuchttürme im Meer stehend, den gegen ihn anrollenden Wellen trotzt. Wie „Ar Men“, einen vor der Île de Sein stehender Leuchtturm, den man auch „Hölle der Höllen“ nennt. Ein Bild mit dem wir uns durchaus identifizieren können, erleben wir doch tagtäglich diese Hölle auf Erden, wenn man erneut als Opfer attackiert und zur Aufgabe gezwungenen werden soll.

 

Dies zu verhindern ist unsere Aufgabe. Daraus resultiert unser Wille zum Überleben und unsere damit einhergehende Vereinsarbeit, die wohlgemerkt ehrenamtlich ist.

 

Und sollte irgendjemand dies alles noch in Frage stellen, so antworten wir ihm: „Was bleibt uns denn anderes übrig, als uns, als erneut in die Opferrolle gezwungene Menschen, unserer Haut zu erwehren und zu kämpfen, stehen wir doch schon mit dem Rücken zur Wand.

 

Denn wer nicht angesichts dieser Situation kämpft, hat schon verloren! Wer aber kämpft, kann den Kampf gewinnen!

 

Darum heißt es in unserem Logo, „vincere aut morir“, was so viel bedeutet wie „siegen oder sterben“, weil uns nicht mehr bleibt, als unser bedrohtes und uns verbliebenes Leben zu verteidigen, gegen das uns bedrohende Böse, was von den Tätern, unseren eigenen Familien und deren Helfershelfern ausgeht.  

Image by Dmitry Yachmenev
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