Warum Hilfe von Betroffenen blockiert wird - Ihre innere Negativität hoch ist.

Verdrängte oder auch verschwiegene Täterkontakte spielen in Kombination mit Angst, konditionierten Sehnsuchts- und Einsamkeitsgefühlen oft eine große Rolle mit fatalen Auswirkungen!

In letzter Zeit begegnete ich häufig der Fragestellung warum Hilfe oft von in Not geratenen Menschen abgelehnt, ja geradezu boykottiert wird. In diesem Falle waren es Selbstbetroffene, die mit dieser Problematik auf uns im Verein zukamen, die sich selbst um andere von diesem Schicksal Betroffe kümmern und bemühen.


Unsere langjährige Vereinsarbeit lies uns erfahren, dass die Negativität unter Betroffenen oft so groß ist, da noch aktuelle Täterkontakte bestehen (direkt und /oder latent), wenn auch vielleicht "nur" im Gedanken oder im Gefühl des kindlich verletzten Anteils.


Das innere Kind, welches noch nicht wirklich die Nabelschnur durchtrennt hat, Angst bis hin zu Todesangst, Sehnsucht- und Geborgenheitsgefühle spielen hier oft eine große Rolle. Betroffene halten in irgendeiner Form Kontakt und "verkaufen" sie vor sich selbst ggf. als "in Ordnung". 

Auch das Altbekannte, was einem, auch wenn es grausam war, oft Sicherheit verleiht - auf diesem Spielfeld kennt man sich aus. Die Angst vor Neuem, vor Leben, vor Veränderung und vor Erfolg überwiegt und man bleibt in seinem Seelengefängnis - zumindest mit dem inneren Kind / der Gefühlswelt. 


Eine fatale Entwicklung, die den Tätern zu 100% in die Hände spielt, alte Mechanismen, die von ihnen angelegt wurden sind so manifestiert, dass es zur zweiten Haut wird und man es als Erwachsener gar nicht mehr merkt wie kindlich und stehengeblieben man sich verhält.  Das Gefühl der inneren Aufgabe wird übermächtig und nicht selten finden auch im Erwachsenenalter weitere Übergriffe statt, die erneut verdrängt werden, da die Angst vor den Tätern enorm ist. Und sicher auch aus diesem Grund nicht in Gruppen, bei Therapeuten usw. benannt werden.


Als Helfer tappt man sogesehen gemeinsam mit dem Betroffenen, der ggf. auch nur noch das Leid und die quälenden Gefühle der inneren Aufgabe spürt, weil der Rest im Unterbewusstsein verschwinden kann, im Dunkeln und kommt an die Grenzen der Verzweiflung - auf beiden Seiten.

Jeder Betroffene, der den Täterkontakt und sämtliche Verbandelung wirklich aufgelöst hat, sollte sich nach einiger Zeit erholen, positiver werden, etc., wenn er nicht schon so tief in Geist und Seele geschädigt ist, dass das innere Uhrwerk überdreht ist und derjenige nicht mehr zu erreichen ist. 


Die zweite Variante, warum ein Mensch sich nicht erreichen läßt ist, dass er sich partout nicht öffnen will / kann.  Dies kann natürlich die Angst vor den Gefühlen sein, aber das würde sich in einem gesicherten Rahmen von allein über kurz oder lang zum Positiven wandeln. 


Als Hauptgrund habe ich bitter feststellen müssen, und das nicht nur bei mir, sondern in meiner tagtäglichen Arbeit, dass es gerade bei den extrem negativ eingestellten Personen, aktuell Täterkontakte gab, die sie nicht mitteilen. Dies kam im Nachhinein oft zu Tage, wenn sie nicht von selbst gegangen waren und tief im Inneren noch wussten, dass es falsch ist, was sie da fühlen.


Diese Betroffenen sind durch die Übergriffe so durch die Negativität, den Spannungen und auch den sexuellen Perversionen aufgeladen, dass sie quasi wie ein Zombie (innerlich leer und durch andere gefüllt wie ein Medium) durch ihr Leben gehen - mehr tot als lebendig - und den inneren Druck an anderen ableben.


Dies geschieht in Form von Aggressionen, aber auch von Depressionen. Sie verteilen die Last, die sie allein nicht tragen können und nicht wissen wohin damit.

Sie hangeln sich von Helfer zu Helfer von Therapie zu Therapie und so weiter und so weiter, kommen aber nicht vom Fleck, da sie sich nicht für die Ursache öffnen. Die Kraft die sie von den Helfern nehmen hilft ihnen allenfalls den nächsten Kontakt "besser" zu überstehen und dann geht das Ganze von vorne los.

Ihre ganze Kraft wird täterpro dafür verwendet sich selbst runterzumachen, zu schweigen, sich aller möglichen Ventilmöglichkeiten mit dem ganzen inneren Trotz entgegenzusetzen, keine Hilfe annehmen zu dürfen / zu können, weil es ihnen verboten wurde, weil man ihnen gedroht hat sie evt. umzubringen, sie in die Psychiatrie einweisen zu lassen und viele weitere Horrorszenarien mehr.


Diese Menschen brauchen professionelle Hilfe, wenn sie es schaffen wollen und noch einmal den Mut und die Kraft aufbringen können.  Sie werden hierauf nicht allein kommen, da die Öffnung dafür vom Nebeneffekt begleitet wird, dass sie sich der Ursache / der Tat gegenüber sehen. Ein Teufelskreis also und sicher nicht durch eine Selbsthilfegruppe oder ähnliches allein zu lösen.


Daher auch meine Empfehlung an alle Helfer, habt einerseits Verständnis und andererseits gebt ihnen nur soviel wie sie wollen und annehmen können.

Reibt Euch nicht auf, wenn sie die 100%-Ladung, die sie sicher bräuchten, nicht annehmen können, weil sie sich noch nicht öffnen können - da sie evt. auch noch unter Druck gesetzt werden, von dem Ihr noch gar nichts wisst. 


Und an die Betroffenen sei gesagt: Ihr verwendet Eure ganze Kraft darauf die Täter zu schützen, wenn Ihr depressiv und autoaggressiv damit seid. Depression = Aggression! 


Wollt Ihr daraus, lernt Euren Trotz mit Hilfe der anderen, die hier und an anderen Stelle zu finden sind und die auch schon so vieles für sich hinbekommen haben positiv in die richtige Richtung zu lenken:

Gegen die Täter und NICHT gegen Euch selbst, in dem Ihr den Tod auf Raten sterbt und im Jammertal der (Täter-) Gefühle stecken bleibt! 

NIEMAND von Euch ist Schuld, die Täter sind für Euer Leid, den Schmerz, das verkorkste Leben usw. verantwortlich. Sie haben die Weichen gestellt! 


Und ja, es ist fruchtbar, dass wir den Scherbenhaufen, den andere angerichtet haben selber wegkehren müssen, aber dafür sind wir heute auch erwachsen und dürfen uns nicht mehr wie die kleinen hilflosen Kinder aufführen und uns dann noch das Recht rausnehmen uns darüber zu beklagen!


Denn wenn eines gewiss ist: wir können uns nur selbst helfen!


Rechts-Gesundheit- und staatliches Systeme sind noch lange nicht so weit, dass Betroffene die Hilfe und Unterstützung bekommen, die sie wirklich brauchen bzw. sich völlig abgedeckt fühlen. Zudem kann dies auch gar nicht irgendjemand anders für uns übernehmen - wir selbst sind 24h mit uns zusammen! Wenn wir die Verantwortung nicht für uns selbst übernehmen, jetzt wo wir erwachsen sind, dann laden wir tatsächlich Schuld auf unser Konto und ganz nebenbei birgt es die Gefahr in sich, selbst zum Täter zu werden, wenn wir nicht die Reißleine, der in uns reinmanipulierten Negativität ziehen!


Es gibt Lösungen, Wege und Menschen, die den gleichen Weg gehen und gegangen sind!


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