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Lebensfrust

Wie sich Betroffene so oft in ihrem Erleben und auf ihrem Weg fühlen und warum.



Traumatisierte Menschen leiden unter massiven Ängsten, die ihnen ihr Leben bis zur Arbeitsunfähigkeit schwer machen und sie in der Folge oft auch sozial und finanziell isolieren.

Die Angst kann oft nicht mehr in den realistischen Bezug zur gegenwärtigen Lebenssituation gesetzt werden oder kann schlicht weg, wenn die Kräfte dazu noch vorhanden sind, gar nicht mehr zugelassen werden, da der Alltag sonst gar nicht mehr zu bewältigen ist.


Es ist ein Leben in Dauerstress und unterdrückter Panik erneut Opfer zu werden und einer Situation ebenso hilf- und schutzlos gegenüber zu stehen, wie man es im Entwicklungsalter und / oder so oft in seinem ganzen Leben erfahren hat.

Die Angst mündet nicht selten in dissoziative Zustände und die Verdrängung bietet einen inneren Schutzraum, der im Außen zum Zeitpunkt des Erlebens nicht zu finden ist.

Fatal hieran ist, dass TäterInnen für diese Achillesferse der Betroffenen einen Röntgenblick haben und selbst die beste Rolle hinter der man sich verstecken möchte im schlimmsten Fall nichts ausrichten kann. Es ist eine Illusion des Opfers.

Die Öffnung für diese Gefühlswelten erscheint für einen betroffenen Menschen zunächst unmöglich und geschieht zumeist erst unter großem Druck und ist im schlechtesten Fall nicht mehr kontrollierbar.

Jedoch zeigt dieses Verhalten sich durch die Angst innerlich zurück zu ziehen, dass man Gefahrensituationen nicht adäquat Stand halten kann.

Um aus der alten, traumatisierten Erlebniswelt in der man immer wieder - ähnlich einer Zeitschleife - festhängt, entkommen zu können, ist es nötig sich gute fachkompetente Hilfe zu suchen. Die Aufgabe besteht in der Abgrenzung zur Vergangenheit und der damit verbundenen Bewusstwerdung, dass man heute längst erwachsen geworden ist und man wesentlich mehr und nachhaltigere Möglichkeiten hat, um sich innerlich und, wenn es sein muss, auch äußerlich zur Wehr zu setzen - und dass dies das Recht jedes Menschen und im Grundgesetz verankert ist.

Es ist niemals leicht sich nochmal den dunkelsten Stunden in seinem Leben zu stellen. Allerdings ist es nötig die verdrängten Gefühle, die man damals nicht zulassen konnte und die heute ungefragt, ungewollt und unkontrollierbar das Leben negativ beeinflussen und größte Gefahren bergen, aus sich heraus zu bringen, damit sie das Morgen immer weniger negativ beeinflussen und Stück für Stück ein selbstbestimmtes Leben danach möglich werden kann und man so gestärkter daraus hervor geht, ähnlich einem Phönix aus der Asche.


Näheres im Video und bei Fragen und Hilfe sind wir gerne da.

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Verein zur Hilfe und Unterstützung von Opfern sexuellen Missbrauchs & Gewalt, "El Faro", e.V.

Hamburg