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Empfehlenswerte Filme & Dokumentationen zum Thema sexualisierte & rituelle Gewalt

Wir haben für alle Interessierte und Betroffene von sexualisierter und ritueller Gewalt eine kleine Auswahl an Filmen und Dokumentationen zusammengestellt, die sich mit diesen wichtigen Themen beschäftigen. Gleichzeitig möchten wir die Chance nutzen, euch ein großartiges Kino-Projekt vorzustellen, das auf das Thema Kindesmissbrauch in ritualisierten Gewaltstrukturen und dem Umgang der Gesellschaft mit diesem Thema aufmerksam machen möchte.


 


  1. Auf wahren Tatsachen beruhender Spielfilm "Sound of Freedom" (von Alejandro Monteverde)


Der Film, der auf wahren Ereignissen beruht, beginnt damit, wie ein alleinerziehender Vater in Honduras seinen kleinen Sohn und seine Tochter zu einem vermeintlichen Fotoshooting bringt, nachdem eine ehemalige Schönheitskönigin, die nun auf der Suche nach Nachwuchstalenten  für eine Kindermodelagentur ist, bei der kleinen Familie zu Hause war und mit Prospekten und Erfolgsgeschichten für ein besseres Leben geworben hat. Als der Vater Stunden später seine Kinder wieder abholen will, ist die Modelagentur verschwunden, das Zimmer leer und seine Kinder spurlos verschwunden.


Der Agent Tim Ballard, der in den USA gegen internationalen Kinder- und Menschenhandel kämpft, wird bei seinen Ermittlungen eher durch Zufall auf den Fall aufmerksam und kann den Jungen befreien. Auf eigene Faust begibt er sich nach Kolumbien, um die Schwester zu suchen, begibt sich dabei selbst in Lebensgefahr und tut alles dafür, das Mädchen aus den Händen der Kinderhändler zu befreien. Ein Film, der auf die Ausmaße der heutigen Kindersklaverei aufmerksam macht. Ihr findet den Film u.a. auf Amazon Prime.



2. Spielfilm "Small World" (von Patryk Vega)


Der polnische Spielfilm zeigt in eindrucksvollen und mitunter brutalen Bildern, wie Menschenhändler (in diesem Fall die russische Mafia) Kinder entführen und zu Sexsklaven machen. Der Hauptdarsteller, ein polnischer Polizist, gerät durch Zufall bei einer Autokontrolle an eine Mutter, die hinter einem Lieferwagen herrast, in dem ihre entführte vierjährige Tochter sitzt. Zu spät kommen beide an der Grenze an, nachdem der Lieferwagen diese passiert hat, und werden ohne gültige Papiere nicht hinübergelassen. Die Tochter ist verschwunden und der Polizist, Robert Goc, macht es sich zur Aufgabe, die Tochter wieder nach Hause zu bringen. Dabei begibt er sich immer tiefer in den Sumpf der Kinderprostitution, die ihn bald an sich selbst zweifeln lässt. Dabei wird eindrücklich aufgezeigt, wie sehr die Kinder sich den Wünschen der Täter anpassen müssen, mit ihnen kooperieren und scheinbar freiwillig mitmachen, um zu überleben. Auch hier wird deutlich, welche Dimensionen die Zwangsprostitution und der Menschenhandel (insbesondere von Kindern) erreicht hat und inzwischen der am stärksten wachsende Schwarzmarkt ist (vor dem Drogen- und Waffenhandel). Ihr findet den Film u.a. auf Amazon Prime.



3. Dokumentarfilm "Höllenleben Teil 1" (von Liz Wieskerstrauch)


In diesem aufrüttelnden Dokumentarfilm erforscht die Regisseurin Liz Wieskerstrauch die Lebensgeschichte von "Nicki", einer jungen Frau mit dissoziativer Identitätsstörung, die den Zuschauer mit auf die Reise in ihre Kindheit nimmt: ein Höllenleben, gezeichnet durch rituelle Gewalt in einer satanistischen Sekte, Folter, sexuellem Missbrauch bis hin zu Kindstötung. Die Dokumentation berichtet auf eindringliche Weise, wie "Nicki" von ihrer eigenen Mutter in die Hände der Sekte gegeben wurde, von Ritualen innerhalb der Sekte und welchen Leidensweg die Protagonisten hinter sich bringen musste, bevor sie es letztendlich schaffte, sich aus den Täterstrukturen zu befreien. Wie schwierig es ist, den Tätern die Grausamkeiten nachzuweisen und warum viele Ermittlungen ergebnislos bleiben, wird ebenfalls thematisiert. Der Film lief bereits 2001 im ARD und kann auf Youtube angesehen werden.


Der Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=gt_zaRdxliU Durch die Nutzung der hier aufgeführten Links, erklären Sie sich mit den auf unserer Homepage beschriebenen Datenschutzbestimmungen, sowie den Nutzungsbedingungen von Drittanbietern einverstanden.



4. Dokumentarfilm "Höllenleben Teil 2" (von Liz Wieskerstrauch)


Nach Erstausstrahlung der Dokumentation "Höllenleben" meldeten sich weitere Frauen mit ähnlichem Schicksal. Einige der betroffenen Frauen, die als Kinder im selben Täterkreis gefangen waren, erkannten "Nicki" aus dem ersten Teil der Dokureihe und melden sich mit ihren eigenen Erfahrungen in diesem zweiten Teil zu Wort. Auch in diesem Teil berichten Frauen von schwarzen Messen, ihrem Missbrauch, wie sie "abgerichtet" wurden und wie die Täter es schafften, Geschwister zu entzweien und Misstrauen unter den betroffenen Kindern zu säen. Viele der Betroffenen haben so grausame Dinge erlebt, dass sie als Folge eine Dissoziative Identitätsstörung entwickelten. Im Zuge dessen kann es passieren, dass Betroffene Ereignisse und Daten durcheinander bringen oder auch nachträglich weitere Erinnerungen hochkommen. Die Problematik, die sich hieraus entwickelt, dass Betroffene (leider) als unglaubwürdig oder in ihren Aussagen als widersprüchlich eingestuft werden, ist ebenfalls Bestandteil der Dokumentation. Der Film kann auf Youtube angesehen werden.





5. Dokumentarfilm "Wo Kinderseelen heilen - Kinderschutzhaus Sterneby" (von Liz Wieskerstrauch)


Der Film porträtiert das Leben traumatisierter Kinder, die ihren Eltern entzogen werden mussten und nun im Kinderschutzhaus Sterneby ein neues Zuhause gefunden haben. Viele der Kinder sind schwer traumatisiert, neigen zu aggressivem oder anderweitig auffälligem Verhalten, viele haben bereits mehrere Einrichtungen hinter sich. Der Dokumentarfilm zeigt eindrucksvoll, wie einfühlsam und verständnisvoll die Erzieherinnen, die eine zusätzliche traumatherapeutische Ausbildung absolviert haben, auf die jeweiligen Bedürfnisse der Kinder eingehen. Ein Film, der Hoffnung gibt und aufzeigt, wie wichtig es ist, betroffenen Kindern ein geschütztes Umfeld zu bieten.




Kino-Projekt "Blinder Fleck"

Die Filmemacherin Liz Wieskerstrauch arbeitet seit Jahren an ihrem Projekt "Blinder Fleck" - ein Kinofilm für eine Aufklärungskampagne über organisierten, rituellen Kindesmissbrauch. Der investigative Film beschäftigt sich mit Fragen wie "Woran erinnern sich die Betoffenen, die von Ritueller Gewalt in ihrer Kindheit berichten?", "Gibt es solche Grausamkeiten tatsächlich?", "Welche Folgeschäden ergeben sich hieraus?" und "Wie kann es sein, dass bisher in keinem einzigen Fall Ermittlungen zu einer Anklage, geschweige denn zu einer Verurteilung geführt haben?" u.v.m.

Immer wieder kommen Zweifel auf, ob es so etwas wie Rituelle Gewalt überhaupt gibt, und solange die Gesellschaft, Justiz und Medien wegschauen und dieses Thema totschweigen, werden automatisch die Täter geschützt, die weiterhin unbehelligt Kinder foltern, missbrauchen und "abrichten" können.


Obwohl Frau Wieskerstrauch seit langem eine Expertin auf diesem Gebiet ist und bereits die beiden, ebenfalls hier vorgestellten Dokumentarfilme "Höllenleben" realisiert hat, die seinerzeit sehr erfolgreich in der ARD gelaufen sind, haben die Sender heute nicht mehr den Mut, Filme dieser Art zu unterstützen bzw. zu zeigen. Daher ist dieses Projekt auf finanzielle Unterstützung durch Privatpersonen und Stiftungen angewiesen.


Wenn auch ihr dieses wertvolle Projekt unterstützen möchtet, findet ihr auf der Homepage von Liz Wieskerstrauch weitere Informationen dazu:





Spenden könnt ihr gerne hier:


KARO e.V.

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE 8937 0205 0000 0141 5506

BIC: BFSWDE33LPZ



 


Wir hoffen, unsere Filmtips haben euch gefallen. Achtet bitte gut auf euch, besonders als Betroffene von sexualisierter Gewalt kann es natürlich passieren, dass die eine oder andere Szene zu viel für einen ist. Schaut euch am besten noch einmal die jeweiligen Trailer, Kommentare, Altersbeschränkung etc. an, spult bei entsprechenden Szenen weiter oder macht den Ton aus und sucht euch ansonsten jemandem, mit dem ihr bei Bedarf noch einmal sprechen könnt.


Solltet ihr Fragen haben oder Themen, die euch beschäftigen, könnt ihr euch natürlich auch jederzeit gerne an uns wenden. Wir sind gerne für euch da.




Telefon: (030) 35 13 50 94


Quelle (Bilder): Wix Mediathek & Unsplash



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