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Das Opfer-Entschädigungs-Gesetz (OEG)


Heute soll es in unserem Blogbeitrag um das Opfer-Entschädigungs-Gesetz gehen.


Das Opferentschädigungsgesetz regelt:

wann Opfer von Straftaten vom Staat Geld oder Sachleistungen bekommen.


Dahinter steht der Gedanke, dass, wenn es dem Staat nicht gelingt, Bürger vor Straftaten zu schützen, zumindest die Betroffenen Unterstützung erfahren sollen.

Die Bedingung für das OEG ist das Vorliegen einer Straftat und richtet sich deshalb nach einem Strafverfahren.

Zu diesem ist es allerdings, gerade bei sexuellem Missbrauch in der Kindheit, meist nicht gekommen, was die Sache nicht einfacher macht. Regressansprüche werden an die Täter gestellt, was in manchen Fällen für den Betroffenen (wenn Missbrauch in der Kindheit vorliegt), die Situation nicht verbessert, weil er Repressalien seitens seiner Familie fürchtet.


Im Internet liest man relativ viel über die Schwierigkeiten im Umgang mit dem OEG, lange Bearbeitungszeiten, schwierige Gutachtertermine, hohe Quote der abgelehnten Anträge usw. Wir möchten Sie jedoch ermutigen, sich mit dem OEG auseinander zu setzen, sofern Sie von der Thematik betroffen sind und Hilfegelder in Anspruch nehmen möchten, um die Folgen des sexuellen Missbrauchs in Ihrem Leben zu lindern.


Das Lageso bietet kostenlose Hotlines an, über die sich Betroffene Hilfe holen können und individuell beraten werden. Außerdem gibt es Unterstützung beim Ausfüllen des Antrags.

Da die Informationen relativ komplex sind, finden Sie im Anschluss den Originaltext des Landesamtes für Gesundheit und Soziales.


Vorblatt zum Antrag auf Leistungen für Gewaltopfer nach dem Gesetz über die Entschädigung für Opfer von Gewalttaten (OEG)

Sehr geehrte Antragstellerin, sehr geehrter Antragsteller,

Sie haben eine Gewalttat erlebt und möchten wegen deren gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen Leistungen nach dem Gesetz über die Entschädigung für Opfer von Gewalttaten (OEG) beantragen. Das können Sie bei uns als Ihrer zuständigen Versorgungsbehörde tun. Unsere Adresse finden Sie auf der Internetseite des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (http://www.berlin.de/lageso/versorgung) unter „Versorgung, Soziales Entschädigungsrecht“. Bitte füllen Sie das beiliegende Formular möglichst vollständig aus und senden es unterschrieben zurück.

Hinweis: Schmerzensgeld können Sie nur gegenüber dem Täter/der Täterin geltend machen.

Benötigen Sie Unterstützung bei der Antragsstellung? Möglicherweise empfinden Sie einige der Angaben als belastend, die mit diesem Antragsformular von Ihnen erbeten werden. Sollten Sie beim Ausfüllen aus diesem oder aus anderen Gründen Hilfe benötigen, können Sie sich jederzeit an uns wenden. Unterstützung erhalten Sie selbstverständlich auch bei allen Organisationen der Opferhilfe. Zum Beispiel bietet der WEISSE RING e. V. unter der kostenfreien EU-einheitlichen Telefonnummer 116 006 einen Beratungsdienst für Opfer von Straftaten an, der u.a. an regionale Außenstellen oder andere Organisationen in Ihrer Nähe weiterverweist. Opfer von sexuellem Missbrauch können sich kostenfrei und anonym an die Telefonische Anlaufstelle des Unabhängigen Beauftragten zu Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs unter der Telefonnummer 0800-2255530 wenden.

Die Sprechzeiten sind montags von 8 bis 14 Uhr, dienstags, mittwochs und freitags von 16 bis 22 Uhr sowie sonntags von 14 bis 20 Uhr.

Insbesondere gewaltbetroffene Frauen können sich rund um die Uhr und kostenfrei unter der Telefonnummer 08000 116 016 von den Mitarbeiterinnen des bundesweiten Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“ beraten lassen. Das Angebot ist mehrsprachig und barrierefrei. Es wird zudem eine E-Mail- und eine Chatberatung angeboten (www.hilfetelefon.de). Opfer von Straftaten können si