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Hass erlaubt?! Verbotene oder notwendige Gefühle eines sexuell missbrauchten Menschen?!


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Hass – ein furchtbares Wort und sicher eines, welches wir nicht in unserem Alltag benutzen möchten.


Stellt man sich jedoch einen Menschen vor, der sein eigenes Kind oder ein Kind, welches ihm zum Schutz anvertraut wurde, emotionale, körperliche und im schlimmsten Fall sogar sexuelle Gewalt antut, ja es vergewaltigt und systematisch sexuell ausbeutet und sogar verkauft, was löst das in einem aus?

Reicht da das Wort Aggression, Wut, Ärger, Empörung oder Zorn?

Und ist es nicht so, dass die Vorstellung, dass ein Fremder oder eine Fremde dies einem Kind antut, es einen also nicht selbst betrifft, noch mehr Raserei auslöst?

Ist es nicht auch für Selbstbetroffene leichter, sich stellvertretend für die sexuell missbrauchten Kinder, die beispielsweise durch die Medien, weit weg von ihnen, auftauchen aufzuregen und Partei zu ergreifen als für sich selbst und gegen die eigenen TäterInnen?

Gegenwehr = noch mehr Schmerz für sich oder die Liebsten = (Todes-)Angst

Zu viele Verbote und Drohungen, die sie gelehrt haben, dass die eigene Abwehr und Gegenwehr nichts bringt außer erneutes Leid und Schmerz. Gegenwehr bedeutet Konsequenzen, die nicht selten mit Todesdrohungen, seitens der TäterInnen, belegt werden und die sich tief in den Betroffenen abspeichern. Einem Kind Angst und Schrecken einzujagen ist mehr als leicht und es ist schnell in seiner Existenz bedroht.

Dieses Gefühl zieht sich bis ins Erwachsenenalter durch und wird immer wieder aktiviert, wenn der Mensch in eine Situation gerät, die ihm unterschwellig einen Rückblick auf diese kindlichen Existenzängste gibt. Automatismen, auf die der Betroffene keinen echten Einfluss nehmen kann.Kleinste Erfahrungen, die mit Überwindung und Durchsetzung zu tun haben, grenzen an diese bedrohlichen Ängste und versetzen den Betroffenen in die Schockstarre von einst. Handlungsunfähigkeit und Lähmung setzen ein, so dass sich auf diese Weise die Erfahrung unbewusst und damit unkontrollierbar immer und immer wieder wiederholt und festigt.


Nur sprechen wir hier natürlich nicht „nur“ von Durchsetzungsschwierigkeiten beim Bäcker in der Schlange, in der sich mal wieder der Nachbar vordrängelt, da er weiß, dass das kleine, graue Mäuschen von nebenan sich nicht wehren wird und er so seinen Tag rettet, indem er kurzfristig Macht über einen anderen Menschen hat. Eine Befriedigung, die er vielleicht sonst in seinem Alltag nicht findet.Nein, wir reden hier von dissoziativen Momenten, in denen der Betroffene, das Opfer von einst, in seinen betäubten, traumatisierten Anteil fällt und so jeder, eben auch der üble Nachbar, der bereits ein alter Mann sein kann oder auch der kleine, freche Nachbarsjunge, Macht über den Betroffenen und seine Gefühlswelt ergreifen kann. Ein fataler Mechanismus, der in dem Kindheitstrauma begründet ist und der sich tief ins Unterbewusstsein eingeschliffen hat.



Wenn noch Täterkontakt besteht:


Gibt es in dem Leben des Betroffenen nun auch noch Kontakt mit den TäterInnen von einst, wird dieser Mechanismus allein durch die Anwesenheit immer und immer wieder aufrecht erhalten und dies nicht selten auch durch erneute Übergriffe in unterschiedlichster Weise. Aber auch Trittbrettfahrer, die ähnliche Absichten hegen, ergreifen im schlimmsten Fall die Macht, indem sie unbewusst oder auch bewusst in die tätermanipulierten Gefühlsmechanismen des betäubten Opfers einsteigen.Viele Betroffene berichten, dass dieser Zustand einer Hypnose ähnelt. Sie fühlen sich wie ferngesteuert, wie einer Marionette gleich, ohne jegliche wirkliche Kontrollmöglichkeit.Sind diese Mechanismen nicht bewusst für den Betroffenen kontrollierbar, ist die Gefahr sehr groß, dass diese, oft zu frühester Kindheit geschlagene Achillesferse, von anderen kontrolliert wird und er so erneut zum Opfer gemacht werden kann. Die Ohnmacht der Opfer ist die Macht der TäterInnen.