- Vereinssatzung -

Satzung vom 28.03.2019

 

für den Verein zur Hilfe und Unterstützung
von Opfern sexuellen Missbrauchs und Gewalt e.V., Berlin, „El Faro“

 

§1 :  Name, Sitz und Zweck

 

  1. Der Verein führt den Namen „Verein zur Hilfe und Unterstützung von Opfern sexuellen Missbrauchs und Gewalt e.V., Berlin, „El Faro“ 

  2. Der Verein hat seinen Hauptsitz in Berlin.

  3. a) Der Verein zur Hilfe und Unterstützung von Opfern sexuellen Missbrauchs und Gewalt e.V., „El Faro“ mit Sitz in Berlin verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

 

      Zweck des Vereins ist die Förderung der Hilfe für Opfer von Straftaten, Förderung der    

      Kriminalprävention, Förderung der Bildung durch z.B. den Besuch von Schulen und

      gemeinnützigen Einrichtungen, sowie sexuell missbrauchten Menschen und Opfern von Gewalt

      und Straftaten dieser Art zu helfen, sowohl durch praktische Lebenshilfe, als aber auch durch

      Beratung, Unterstützung durch speziell ausgebildete und für diese Tätigkeit geeignete, vom

      Vereinsvorstand autorisierte und aktive Vereinsmitglieder bei Behördengängen, Umgang mit

      öffentlichen Ämtern, Rechtsanwälten, Richtern, Staatsanwaltschaft, Polizei und

      Auseinandersetzungen mit den Tätern.

      Weiterhin Schutz vor Übergriffen von Seiten der Täter zu geben, auch wenn diese aus dem   

      Freundes- oder Familienkreis kommen. Dies wird  insbesondere durch ein Opferschutzhaus des 

      Vereines mit entsprechend speziell ausgebildeten Vereinsmitgliedern gewährleistet.

 

      Vermittlung von Gesprächen zwischen Opfern und Tätern sexuellen Missbrauchs und Gewalt.

 

      Durchführung von Beratung in Form von Informationsveranstaltungen, Fachvorträgen,

      Gesprächen, sowie durch Erfahrungsberichte, Aufklärung der Öffentlichkeit (z.B. durch

      Seminare, Workshops und Ausstellungen), Presseerklärungen, Aufklärungsschriften, 

      Präventionsarbeit und damit Förderung der Kriminalprävention, Förderung der Bildung durch z.B.

      den Besuch von Schulen und gemeinnützigen Einrichtungen.

Der Verein besteht in der Leitung und den hauptverantwortlichen Positionen ausschließlich aus spezialisiert ausgebildeten Selbstbetroffenen, die diese Arbeit

ehrenamtlich und aktiv durchführen.
 

 

b) Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke und ist nicht auf Gewinnerzielung gerichtet.

Der Verein dient der Hilfe und Unterstützung von Opfern sexuellen Missbrauchs und Gewalt durch praktische Lebenshilfe und angewandter Nächstenliebe.

 

Der Verein ist politisch und konfessionell neutral, er wirkt kommerziellen Interessen entgegen. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden.

 

Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

4.   Der Verein definiert sich als ein Zusammenschluss von Mitgliedern mit dem Zweck der Zusammenarbeit diese in Punkt 3 Absatz a und b benannten gemeinsamen Ziele zu verwirklichen und weiter auszubauen. Diese Ziele bleiben vom Wechsel der Mitglieder unberührt.

 

  1. Der Verein soll in das Vereinsregister eingetragen werden.

 

 

§2 : Mitgliedschaft

 

  1. Mitglieder des Vereins können werden:

  • Betroffene, Opfer von Gewalt und Missbrauch,

  • alle natürlichen und juristischen Personen, welche die Ziele und Aufgaben des Vereins zu unterstützen bereit sind.

 

  1. Die Mitgliedschaft muss schriftlich beantragt werden. Die Mitgliedschaft erfolgt mit dem Tage, an dem die Mitgliedskarte übermittelt wird.

 

  1. Der Austritt aus dem Verein ist zum Ende des laufenden Jahres zulässig und muss spätestens zum 1.Oktober schriftlich erklärt werden. Er ist frühestens zum Ende des laufenden Jahres, das auf den Eintritt in den Verein folgt, möglich. Nach ausgesprochener Kündigung soll eine Teilnahme an der Jahreshauptversammlung nicht mehr möglich sein, auch wenn diese vor dem tatsächlichen Ausscheide-Datum liegt.

 

 

§3 : Ausschluss (Streichung)

 

  1. Der Ausschluss (Streichung) eines Mitglieds kann erfolgen, wenn

 

  • Ein Verhalten festgestellt und nachgewiesen werden kann, wodurch das Ansehen des Vereins geschädigt und dem Zweck des Vereins zuwider gehandelt wird.

 

  • Ehrenrührige Handlungen begangen werden,

 

  • das Mitglied mit mindestens einem Jahresbeitrag im Rückstand ist und diesen trotz zweimaliger Aufforderung nicht bezahlt hat.

 

  1. Über den Ausschluss eines Mitgliedes entscheidet der beschlussfähige Vorstand. Über den Ausschluss kann innerhalb von zwei Wochen beim Vorstand des Vereins Beschwerde eingelegt werden.

 

Die Beschwerde hat aufschiebende Wirkung. Über die Beschwerde entscheidet die Jahreshauptversammlung nach mündlicher Anhörung des Betroffenen, falls dieser hiervon in der Jahreshauptversammlung Gebrauch machen will.

 

  1. Auf Beschluss des Vorstandes kann gegen ein Mitglied oder eine Gruppe von

Mitgliedern eine Disziplinarstrafe verhängt werden.

Als Disziplinarstrafe kommen in Frage:

  • Entzug des Stimmrechts

  • zeitlich begrenztes Verbot zur Nutzung der Vereinsräume und –anlagen

  • zeitlich begrenztes Hausverbot

 

 

§4 : Mitgliedsbeitrag

 

  1. Der Verein erhebt einen Mitgliedsbeitrag

 

  1. Die Höhe des Beitrages wird von der Jahreshauptversammlung festgesetzt.

 

  1. Ausscheidende Mitglieder können Ansprüche wegen gezahlter Beiträge nicht geltend machen.

 

 

§5 : Die Organe

 

  1. Die Organe des Vereins sind:

 

  • Der Vorstand,

  • die Jahreshauptversammlung,

  • die außerordentliche Mitgliederversammlung.

 

 

 

§6 : Der Vorstand

 

  1. Die laufenden Geschäfte des Vereins werden vom Vorstand erledigt.

 

  1. Der Vorstand besteht aus

  • dem 1.Vorsitzenden

  • dem stellvertretenden Vorsitzenden

  • dem Kassierer

  • dem Schriftführer

  • drei Beisitzern

 

  1. Für die allgemeine Geschäftsführung des Vereins kann der Vorstand einen bevollmächtigten Geschäftsführer bestellen, dem eine angemessene Entschädigung zu zahlen ist.

 

  1. Sämtliche Vorstandsmitglieder nehmen ihre Aufgaben ehrenamtlich wahr, jedoch sind ihnen bare Auslagen zu erstatten und im Falle von Dienstreisen angemessene Tagesgelder zu zahlen sofern es die finanzielle Situation gestattet.

 

  1. Der Vorstand wird für die Dauer von vier Jahren von der Jahreshauptversammlung gewählt. Eine Wiederwahl ist zulässig.

 

  1. Der Vorstand ist beschlussfähig mit drei seiner Mitglieder und fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit.

 

  1. Alle Beschlüsse des Vorstandes von substantieller Bedeutung sind in einem Protokoll niederzulegen, das vom 1.Vorsitzenden und dem Schriftführer zu unterzeichnen ist.

 

  1. Der Vorstand hat die Beschlüsse auszuführen, die außer von ihm selbst, von den übrigen beschlussfähigen Organen des Vereins gefasst worden sind.

 

  1. Der Verein wird vertreten durch den 1.Vorsitzenden und durch den stellvertretenden Vorsitzenden. Diese sind Vorstand im Sinne des §26 BGB; jeder von ihnen vertritt den Verein gleich.

 

 

§7 : Die Jahreshauptversammlung

 

  1. Die Jahreshauptversammlung entscheidet endgültig und ohne Widerspruchsmöglichkeit für den gesamten Verein.

 

  1. Die Jahreshauptversammlung findet jährlich einmal statt. Sie ist vom Vorstand vorzubereiten und wird in der zweiten Hälfte des Jahres einberufen, es sei denn, spezielle Umstände, die z.B. in Personalmangel u.ä. liegen können, machen einen Verschub notwendig. Die Jahreshauptversammlung kann dann zusammen mit der Jahreshauptversammlung des darauffolgenden Jahres möglichst in der ersten Jahreshälfte nachgeholt werden.

 

  1. Die Bekanntgabe hat unter Angabe der Tagesordnung mindestens 30 Tage vor dem Termin schriftlich, durch Überbringer oder einfachem Postwege, zu erfolgen.

 

  1. Von jedem stimmberechtigten Mitglied können Anträge zur Jahreshauptversammlung mindestens 10 Tage vor dem Termin schriftlich beim Vorstand eingereicht werden.

 

  • Das Stimmrecht in der Mitglieder- Jahreshauptversammlung steht aktiven Mitgliedern zu, die mindestens drei Monate dem Verein angehören.

  • Das Stimmrecht eines Mitgliedes ist ausgeschlossen, solange fällige Beiträge zum Zeitpunkt der Stimmabgabe nicht in voller Höhe geleistet wurden.

 

  1. Die Jahreshauptversammlung ist bindend verpflichtet zur Entgegennahme

 

  • der Jahresabrechnung und des Geschäftsberichtes,

  • der Wahl des Vorstandes,

  • der Wahl der zwei Kassenprüfer, die für die Dauer eines Jahres gewählt werden. Die Wiederwahl jeweils eines Kassenprüfers ist zulässig.

  • der Satzungsänderung – sinngemäß nach § 12

  • einer Auflösung des Vereins – nach § 12

 

  1. Die Jahreshauptversammlung ist in einfacher Mehrheit beschlussfähig.

 

  1. Die Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst, die für alle Organe und Mitglieder des Vereins verbindlich sind. Über die Versammlungen ist eine Niederschrift zu fertigen, die vom Vorsitzenden und dem Schriftführer zu unterschreiben ist.

 

 

§8 : Die außerordentliche Mitgliederversammlung

 

  1. Bei besonderer Veranlassung ist eine außerordentliche Mitgliederversammlung vom Vorstand vorzubereiten und einzuberufen. Sie ist vom Vorstand auch einzuberufen, wenn sie von mindestens einem Viertel aller Mitglieder des Vereins verlangt wird und ein entsprechender Antrag dem Vorstand vorgelegt wird.

 

  1. Die außerordentliche Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Die Beschlüsse sind wie die der Jahreshauptversammlung für alle Mitglieder verbindlich. Im Übrigen gilt § 7 entsprechend.

 

 

§9 : Protokollführer

 

Falls der Schriftführer nicht anwesend ist, wählt die Versammlung einen Schriftführer für die Protokollierung der betreffenden Versammlung.

 

 

 

§10 : Das Geschäftsjahr

 

Als Geschäftsjahr des Vereins gilt das Kalenderjahr.

 

 

 

§11 : Bekanntmachung

 

Mitteilungsorgan des Vereins ist die Zeitschrift „El Faro“, welche von den Mitgliedern des Vereins zur Hilfe und Unterstützung von Opfern sexuellen Missbrauchs und Gewalt e.V., herausgegeben wird.

 

Die Herausgabe der Zeitschrift erfolgt nicht zur Gewinnerzielung. Sie ist ein Zweckbetrieb im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

 

Die Herausgabe erfolgt soweit die Arbeitsbelastung und die finanzielle Seite des Vereins dieses zulassen.

 

 

 

§12 : Die Auflösung

 

  1. Der Verein kann durch den Beschluss einer Jahreshauptversammlung oder einer außerordentlichen Mitgliederversammlung aufgelöst werden.

 

  1. Der Beschluss ist wirksam, wenn von den Mitgliedern mindestens zwei Drittel anwesend sind und von diesen zwei Drittel der Auflösung zustimmen. Falls die erforderliche Zahl von Mitgliedern in der hierzu einberufenen Versammlung nicht anwesend ist, wird eine zweite Versammlung einberufen, spätestens von 4 Wochen, welche ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig ist.

 

  1. Bei der Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seiner steuerbegünstigten Zwecke fällt das Vereinsvermögen nach Erledigung aller Verbindlichkeiten an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft im Bereich sexueller Missbrauch und Gewalt zwecks Verwendung für die Förderung der Hilfe für Opfer von Straftaten, Förderung der Kriminalprävention, Förderung der Bildung in diesem Bereich.

 

 

 

§13 : Datenschutz

 

  1. Zur Erfüllung der Zwecke des Vereins werden unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben der DSGVO personenbezogenen Daten und persönliche und sachgerechte Verhältnisse der Mitglieder im Verein gespeichert, übermittelt und verändert.

 

  1. Jedes Mitglied hat das Recht auf: 

 

  • Auskunft über die zu seiner Person  gespeicherten Daten                                                   

  • Berichtigung über die zu seiner Person gespeicherten Daten, wenn sie unrichtig sind        

  • Sperrung der zu seiner Person gespeicherten Daten, wenn sich bei  behaupteten Fehlern weder deren Richtigkeit noch deren

Unrichtigkeit  feststellen lässt

  • Löschung der zu  seiner Person gespeicherten Daten, wenn die Speicherung unzulässig war. 

 

  1. Dem Vorstand des Vereins, allen Mitarbeitern oder sonst für den Verein Tätigen ist es untersagt, personenbezogene Daten unbefugt zu anderen als dem jeweiligen Aufgabenerfüllung gehörenden Zweck zu verarbeiten, bekannt zu geben, Dritten zugänglich zu machen oder sonst zu nutzen. Diese Pflicht besteht auch über das Ausscheiden der oben genannten Personen aus dem Verein.  

Verein zur Hilfe und Unterstützung von Opfern sexuellen Missbrauchs und Gewalt e.V., "El Faro"

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