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Gedächtnisprotokoll

Wenn verdrängte Erinnerungen hierin ein gutes Ventil finden und wie Gedächtnisprotokolle für ermittelnde Behörden und Antragstellungen hilfreich sein können.



Gedächtnisprotokolle können ein sinnvolles Ventil für aufsteigende, alte Erinnerungen sein, aber auch hilfreich für die ermittelnden Behörden.


Traumatische Erfahrungen wie durch sexualisierte Gewalt, insbesondere in Kindheits- und Jugendtagen verschwimmen in der Erinnerung oder sind fast gar nicht mehr erinnerbar. Ob nun für Dritte oder für sich ist es niemals einfach diese quälenden Erinnerungen aufzuschreiben und eine Grundstabilität ist wichtig bzw. entsprechende fachliche Hilfe, um die aufsteigenden Gefühle auffangen zu können.


Gedächtnisprotokolle helfen dabei die Täterstrukturen und die dadurch entstandene Schuldumkehr ins Bewusstsein von heute zu bringen. Erinnerungen von einst lassen einen betroffenen Menschen in die Erlebniswelt des Kindes oder des jugendlichen Menschen rutschen, da es sich um Flashbacks handelt. Die Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart verschwimmt. Schreibt man nun die Erinnerungen als heute weiterentwickelte Person auf, zeigt sich die Realität in der man heute mit völlig anderen Möglichkeiten und Rahmenbedingungen als Erwachsener deutlicher und Verarbeitung kann beginnen.


Bereits lang zurück liegende Taten, Taten zu denen vermutlich in den meisten Fällen kaum bis keine Beweise ausser die betroffene Person selbst existiert, können durch die Protokolle ermittelnden Behörden oder anderen Organisationen helfen und man selbst hat die Möglichkeit die eigene Akte wahrheitsgetreu und unverfälscht zu übergeben. Schließlich ist es in solchen Fällen immer wichtig auch Dritte, die einen selbst nicht kennenlernen können, in das eigene Erleben mit hineinzunehmen, damit sie die entsprechenden Entscheidungen für einen treffen können.


Wichtig zu wiederholen sei auch an dieser Stelle noch einmal, dass diese Protokolle oder auch jegliche Form der Erinnerung einen selbst aus der Bahn werfen kann und fachliche Hilfe anzuraten ist. Auf keinen Fall sollte allein zu tief gegraben werden, da der Schutzmechanismus der Seele - die Verdrängung - nicht umsonst besteht und hier mit großer Vorsicht und Sachverständnis heran gegangen werden sollte.


Für bereits aufsteigende Erinnerungen, die sich nicht mehr verdrängen lassen, ist dieses Ventil jedoch sehr hilfreich, da die Kraft diese immer wieder erneut zu verdrängen oft irgendwann fehlt und so einen guten Platz haben und nicht im Menschen stecken bleiben und ihn schließlich krank machen.


Näheres erfahrt Ihr im Video und bei Fragen sind wir gern für Euch da.

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Verein zur Hilfe und Unterstützung von Opfern sexuellen Missbrauchs & Gewalt, "El Faro", e.V.

Hamburg